Unterstützung beim Lernen auf Distanz

Stadtverwaltung tauscht sich mit städtischen Schulen über Lernstatt Paderborn aus

Die Coronakrise stellt Schulen, Schüler und Eltern vor große Herausforderungen. Um ihnen die größtmögliche Unterstützung beim Lernen und Unterrichten auf Distanz zu bieten, hat Bürgermeister Michael Dreier die Leiterinnen und Leiter der Paderborner Schulen am vergangenen Montag zu einem Austausch über die „Lernstatt Paderborn“ in das Historische Rathaus eingeladen. Die städtische Schulinfrastruktur ermöglicht verschiedene Formen des digitalen Lehrens und Lernens.

In zwei Veranstaltungen diskutierten – auf Abstand – sowohl die Grundschulleitungen als auch die Leitungen der weiterführenden Schulen mit Bürgermeister Michael Dreier, Bildungsdezernent Wolfgang Walter, der Leiterin des Schulverwaltungsamtes Christel Rhode, Burkhard Pöhler von der Lernstatt Paderborn und Dietlinde Stroop, Referentin für Medienbildung der Bezirksregierung Detmold, über die aktuelle Situation.

Dabei standen zunächst die Möglichkeiten, die die Lernstatt Paderborn den Schulen bereits bietet, im Vordergrund. Neben der Ausstattung mit Laptops, Tablets und PCs zählen dazu unter anderem E-Mailkontos und -verteilerlisten, die einen schnellen Austausch von Informationen und Aufgaben zwischen Lehrern und Schülern ermöglichen. Gleiches gilt für die Lernstatt-Cloud, über die Arbeitsmaterialien online verfügbar gemacht und von jedem Ort aus abgerufen werden können. Ein Webkonferenz-Tool bietet neben der Möglichkeit, mit größeren Schülergruppen oder auch Kollegen zu kommunizieren, einen Chat sowie eine Whiteboard-Funktion, mit der Texte gemeinsam bearbeitet und gespeichert werden können.
Burkhard Pöhler und Dietlinde Stroop gaben Empfehlungen zur Nutzung von Ablage und Ordnerstrukturen, berichteten von Best Practice-Beispielen zur einheitlichen Nutzung der Lernstatt und boten neben Hinweisen auf Fortbildungen und Erklärvideos auch die persönliche Unterstützung an.

„Wir befinden uns derzeit in einer ganz besonderen Situation. Es ist mir sehr wichtig, dass wir dieser Herausforderung gemeinsam begegnen und die Interaktion zwischen Schulen, Schülern und Eltern auch weiterhin bestmöglich fördern“, betonte Bürgermeister Michael Dreier. Der offene Austausch über aktuelle Bedarfe, Fragen und Probleme sei der Stadtverwaltung daher ein großes Anliegen. „Was eben möglich ist, werden wir zur Verfügung stellen. Dies gilt insbesondere für die notwendigen technischen Rahmenbedingungen“, so Dreier.

Die Schulleitungen lobten, dass mit der Lernstatt Paderborn ein einheitlich von der Stadt gemanagtes System für alle 35 Schulen bereitgestellt wird. Viele Schulen arbeiteten sehr gut mit der Lernstatt, die bisher große Unterstützung in der Krise leiste und geleistet habe. Unterschiede in der Erreichbarkeit der Schülerinnen und Schüler ergäben sich bei allen Schulformen vor allem durch die unterschiedliche Ausstattung der Familien mit Endgeräten oder einem Internetzugang. Aus Sicht der Grundschulleitungen seien insbesondere für die sehr jungen Schülerinnen und Schüler eine leichte und intuitive Nutzbarkeit der digitalen Angebote sowie die Unterstützung der Eltern wichtig. Im Gespräch mit den Schulleitungen der weiterführenden Schulen zeigte sich zudem der Bedarf, die Lernstatt in Hinblick auf das Lernen auf Distanz noch weiter auszubauen. Bisher habe der Fokus in der Strategie „Lernstatt 2020“ auf der Ausstattung der Schulen und der Nutzung von Tablets im Präsenzunterricht gelegen, erläuterte Burkhard Pöhler. Die Coronakrise mache deutlich, in welchen Bereichen die Lernstatt weiterentwickelt werden müsse, um zukunftsfähig zu sein. Dazu solle der intensive Dialog mit den Schulleitungen fortgesetzt werden, sagte Bürgermeister Michael Dreier. „Dabei setzen wir auch auf den engen Austausch mit der heimischen Wirtschaft und den Hochschul- und Forschungseinrichtungen“, so Dreier.

Lernstatt Paderborn