LoRaWAN (Pilotprojekt)

LoRaWAN

LoRaWAN

Konzept zum Aufbau eines nachhaltigen IoT-Netzes (Internet of Things) für die Stadt Delbrück als Pilotkommune unter Berücksichtigung der Übertragbarkeit auf andere Kommunen.

Was bringt das?

In dem Projekt geht es um den Aufbau eines rudimentären LoRaWAN-Funknetzes mit grober Abdeckung des Stadtgebietes, um verschiedene Anwendungsfälle zu testen.

Einige der Anwendungsfälle sind:

  • Pumpwerküberwachung
  • Grundwasserpegelmessung
  • Energie- und Gebäudemonitoring
  • Überwachung des ruhenden Verkehrs

Die Anwendungsfälle wurden in der Teststellung auf Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit hin untersucht, um abzuleiten, welche Anwendungsfälle flächendeckend ausgerollt werden sollen. Dabei wurden verschiedene Zielgruppen (u.a. Verwaltungsmitarbeiter, Bürgerschaft, Unternehmen) in insgesamt neun zielgruppenspezifischen Workshops beteiligt, um die Anwendungsfälle nach ihren Bedarfen und Wünschen auszurichten.

Ergebnis des Pilotprojekts ist schließlich ein Konzept für ein umfassendes LoRaWAN 2.0 Projekt.

LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Die LoRaWAN-Technologie ermöglicht den Einsatz von batteriebetriebenen Sensoren, die im Funknetz kleine Datenpakete versenden. Aufgrund der langen Batterielaufzeiten und geringen Sensorkosten, ist die Technologie vergleichsweise kostengünstig und bietet eine deutlich höhere Reichweite als andere Kommunikationstechnologien, wie Bluetooth oder WLAN. Um das Funknetz, in dem die Sensoren kommunizieren, bereitzustellen, müssen sogenannte Gateways installiert werden. Die Gateways erhalten die Sensordaten und leiten sie weiter an den Netzwerkserver. Sie benötigen daher eine Verbindung zum Internet und sollten an einen möglichst hohen Punkt (z.B. Gebäudedach) installiert werden, um eine möglichst hohe Reichweite zu gewährleisten.

Das Projekt LoRaWAN ist ein Querschnittsprojekt, welches sich in besonderem Maße auf die Bereiche Verwaltung, Energie und Umwelt sowie Sicherheit auswirkt. Einen großen Mehrwert bringt beispielsweise die automatisierte und regelmäßige Ablesung von Zählerständen (Wasser, Strom etc.) in städtischen Liegenschaften, wodurch Verbrauchsverläufe sichtbar gemacht werden. Dadurch sind Verbesserungsmöglichkeiten erkennbar und es können erhebliche Energiekosten eingespart werden. Bereits im Pilotprojekt konnte ein nicht notwendiger Wasserverbrauch in einer Schule entdeckt und eingespart werden.

Das Pilotprojekt konnte innerhalb von rund drei Monaten abgeschlossen werden. Der Kick-off fand am 11. Dezember 2018 statt, die Installation der ersten Gateways und Sensoren war bereits am 08. Januar 2019 abgeschlossen. In der Folge wurden am 09. und 10. Januar 2019 Netzabdeckungstests im Stadtgebiet durchgeführt, um zu prüfen, inwieweit eine Abdeckung durch die drei installierten Gateways gewährleistet ist.

Am 14. Februar 2019 fand bereits die Ergebnispräsentation im Rat der Stadt Delbrück statt. Im Anschluss wurden sowohl ein Abschlusskonzept als auch ein Konzept für das umfangreiche Folgeprojekt LoRaWAN 2.0 erstellt, welches am 01. Januar 2020 gestartet ist.

Für das Projekt werden 186.600,00 € investiert, von denen das Land 149.280,00 € übernimmt.

Miriam Mattiza | Stadt Delbrück
Stabsstelle Digitalisierung
E: miriam.mattiza@delbrueck.de

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