LoRaWAN 2.0

LoRaWAN 2.0

LoRaWAN 2.0

Ausbau des IoT-Netzes (Internet of Things) in der Stadt Delbrück und flächendeckende Implementierung der im Pilotprojekt erfolgreich erprobten Anwendungsfälle entsprechend der Konzeptionierung.

Was bringt das?

Im Projekt LoRaWAN 2.0 wird ein flächendeckendes LoRaWAN-Funknetz in der Stadt Delbrück aufgebaut und 25 Anwendungsfälle umgesetzt. Dabei kann auf die Ergebnisse und die bereits installierte Software aus dem Pilotprojekt zurückgegriffen werden.

Ziel des Projekts ist es, bereits erprobte und bewährte Anwendungsfälle auszuweiten und neue Anwendungsfälle zu testen. Dadurch wird ein umfassendes (Energie-)Monitoring sowie eine Prozessdigitalisierung und -optimierung in verschiedenen Verwaltungsbereichen möglich. Durch den Einsatz von Sensorik können viele (Verwaltungs-)Prozesse, die aktuell noch analog oder händisch durchgeführt werden und somit viel Personal und Zeit binden, mit geringem Aufwand digital unterstützt werden.

Einige der Anwendungsfälle sind:

  • Pumpwerküberwachung
  • Grundwasserpegelmessung
  • Energie- und Gebäudemonitoring
  • Kühlkammerüberwachung
  • Leckageerkennung in Sporthallen
  • Flusspegelüberwachung zum Hochwasserschutz

Darüber hinaus werden Kooperationen, z.B. mit den Städten Paderborn, Soest und Lippstadt aufgebaut, um den regionalen Netzausbau und -zusammenschluss voranzubringen.

Die Stadt Delbrück lebt mit der Umsetzung dieses Projektes vor, wie vergleichsweise kostengünstige und einfache Digitallösungen für Kommunen aussehen können. Alle Ergebnisse und Erfahrungen, die in dem Projekt gesammelt werden, werden frei zur Verfügung gestellt.

LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Die LoRaWAN-Technologie ermöglicht den Einsatz von batteriebetriebenen Sensoren, die im Funknetz kleine Datenpakete versenden. Aufgrund der langen Batterielaufzeiten und geringen Sensorkosten, ist die Technologie vergleichsweise kostengünstig und bietet eine deutlich höhere Reichweite als andere Kommunikationstechnologien, wie Bluetooth oder WLAN. Um das Funknetz, in dem die Sensoren kommunizieren, bereitzustellen, müssen sogenannte Gateways installiert werden. Die Gateways erhalten die Sensordaten und leiten sie weiter an den Netzwerkserver. Sie benötigen daher eine Verbindung zum Internet und sollten an einen möglichst hohen Punkt (z.B. Gebäudedach) installiert werden, um eine möglichst hohe Reichweite zu gewährleisten.

Das Projekt LoRaWAN 2.0 ist ein Querschnittsprojekt, welches sich in besonderem Maße auf die Bereiche Verwaltung, Energie und Umwelt sowie Sicherheit auswirkt. Einen großen Mehrwert bringt beispielsweise die automatisierte und regelmäßige Ablesung von Zählerständen (Wasser, Strom, Gas, Öl) in städtischen Liegenschaften, wodurch Verbrauchsverläufe sichtbar gemacht werden. Dadurch sind Verbesserungsmöglichkeiten erkennbar und es können erhebliche Energiekosten eingespart werden. Die Umsetzung der Pumpwerküberwachung ermöglicht zudem einen automatischen Alarm bei Defekten. Bevor also ein Schaden, wie z.B. das Volllaufen der Keller in angrenzenden Grundstücken, entsteht, kann zeitnah reagiert und der Defekt behoben werden.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 32 Monaten und hat am 01. Januar 2020 begonnen. Der Abschluss des Projekts ist auf den 31. August 2022 festgelegt.

Miriam Mattiza | Stadt Delbrück
Stabsstelle Digitalisierung
E: miriam.mattiza@delbrueck.de