LoRaWAN 2.0

Delbrück freut sich über Förderbescheid in Höhe von 1.072.506 EURO

Nach Abschluss der Konzeptphase „LoRaWAN“ Ende Februar 2019, die ebenfalls vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (kurz MWIDE) mit einer Förderung in Höhe von 149.280,00 EURO unterstützt wurde, konnte im Juli 2019 ein weiterer Förderantrag für das Folgeprojekt „LoRaWAN 2.0“ gestellt werden. Inhalt des Antrages ist die Förderung einer Auswahl von Anwendungsfällen, die bereits in Teststellungen auf Machbarkeit überprüft wurden. „Heute ist ein wichtiger Tag für die Stadt Delbrück. Als Mitglied in der Digitalen Modellregion OWL ist es ein großer Erfolg, dieses innovative und zukunftsweisende Projekt bewilligt zu bekommen und dafür Fördermittel in Höhe von 1.072.506 EURO nutzen zu können. Durch die LoRaWAN-Technologie können wir signifikante Verbesserungspotentiale in vielen Verwaltungsprozessen ausschöpfen und freuen uns sehr, nun mit der Umsetzung beginnen zu können“, so Bürgermeister Werner Peitz.

LoRaWAN 2.0 bedeutet den Ausbau des IoT-Netzes (Internet of Things) in der Stadt Delbrück und flächendeckende Implementierung der im Pilotprojekt erfolgreich erprobten Anwendungsfälle entsprechend der Konzeptionierung. Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt 1.340.632,50 EURO. Die Förderung deckt 80 Prozent der Gesamtkosten. Bei der Stadt Delbrück verbleiben die restlichen 20 Prozent der Kosten in Höhe von 268.126,50 EURO. Der Durchführungszeitraum endet am 31. August 2022. Unterstützt wird LoRaWAN durch die regio iT als Dienstleister, mit der auch schon das erste Projekt durchgeführt wurde. Assoziierte Partner sind die Städte Soest und Lippstadt.

Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies: „Mit dem Ausbau des LoRaWAN-Funknetzes nutzt die Stadt Delbrück mit ihren Projektpartnern effektiv die Potentiale, die durch die Digitalisierung eröffnet werden. Das wird nicht nur städtische Anlagen, sondern auch Wasser- und Abwasserwerke sowie ruhenden Verkehr ‚zum Sprechen und Handeln bringen‘. Dies ist ein zukunftsweisender Weg und beispielhaft für die Idee der Digitalen Modellregion NRW. Damit werden die Stadt und ihre Kooperationspartner zu Impulsgebern für die Kommunen in OWL und darüber hinaus.“

Weiteres Vorgehen

Durch Erhalt des Bewilligungsbescheides kann nun mit der produktiven Umsetzung gestartet werden. Eine Auswahl an Anwendungsfällen, die im Projekt „LoRaWAN 2.0“ erweitert beziehungsweise implementiert werden sollen, sind:

  • Pumpwerküberwachung: Alarmierung bei Anlagendefekten und Anomalien, Vermeidung von Schäden durch gemeldete Fehler
  • Grundwasserpegelmessung: Automatisierung einer bisher zeitaufwändigen händischen Messung
  • Leckageerkennung: Erkennung von Leckagen und automatisiertes Beenden der Wasserzufuhr (Einsatzbereich: Sporthallen, aufgrund der teuren Böden)
  • Energiemonitoring: Verbrauchstransparenz (Wasser, Strom, Öl, Heizung), Kostentransparenz, Wegfall aufwändiger Ablesung, Einsparpotentiale
  • automatisierte Steuerung von Oberlichtern: bedarfsgerechtes, automatisches Lüften
  • Gebäudeüberwachung: Erhöhung der Sicherheit, Vermeidung von unbefugten Zutritten und Schäden, Vermeidung von Schimmelbildung
  • Überwachung von Rettungswegen: automatisierte Alarmierung bei Belegung von Flucht- und Rettungswegen

Die Stadt Delbrück ist Teil der digitalen Modellregion OWL, die im Rahmen des Förderprogramms „Digitale Modellregionen NRW“ durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW (MWIDE) ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Digitalisierung sowohl im Bereich Digitale Stadtentwicklung, als auch im E-Government-Bereich durch digitale Pilotprojekte und den kontinuierlichen Austausch in den Regionen und Kommunen zu beschleunigen.

LoRaWAN

Auf dem Foto sind zu sehen v.l.: Christiane Boschin-Heinz (Stabsstelle Digitalisierung), Bürgermeister Werner Peitz, Regierungs­vize­präsidentin Anke Recklies, Miriam Mattiza (Projektleitung), Michael Nettelnbreker (stellv. Projektleitung).
Fotograf: Axel Langer